Konzert Berichte
Hannes Bartolot Project / Reigen / 01.04.2009
Von Ernst erhielten wir eine Review zum Konzert des Hannes Bartolot Projects am 1.4.09 im Reigen im Rahmen des VBS 2009.
Gerade einmal geschätzte 40 Besucher verirrten sich in den Reigen, um der Premiere des "neuen" Hannes Bartolot-Projects beizuwohnen.
Verwunderlich, zählt doch Bartolot mit seinen Mannen zum Besten, was die wiener Blues/Bluesrock-Szene zu bieten hat. Und die jenen, die wegen der Musik in den Reigen gekommen waren, wurden auch nicht enttäuscht. Von Anfang an agierte die bewährte Formation in guter Form.
Bernd T. Rommel feuerte von hinten ein wahres Schlagzeuggewitter ab, das Hannes Steif mit seinem souveränen Bassspiel zu einem dichten und präzisen Klanggewebe verflocht, und gemeinsam mit dem zur Verstärkung geholten Keyboarder Marko Weichselbraun wurde so eine solide Basis für eine Reise durch die Standards der Blueswelt gelegt.
Hannes Bartolot irgendetwas Negatives anzulasten, wäre schlichtweg gelogen. Solange er nicht die alleinige Verantwortung (sprich: Gitarre spielen UND singen) auf einer Bühne zu tragen hat, ist er eine Klasse für sich. Perfektes Spiel auf höchstem Niveau, nicht mehr und nicht weniger.
Die "Verantwortung" lag daher also beim Vokalisten, bei Reverend Frank T.T., dem Prediger des Blues, der seine gottgegebene Mission also im Reigen weiter zu führen hatte.
Und der gute Mann kam leider mit der ihm zugedachten Rolle nicht ganz zurecht. Körperlich angeschlagen, aber tapfer, quälte er sich anfänglich durch das anspruchsvolle Programm. Seine gewohnte Lockerheit und Intensität fand er erst im zweiten Set des Abends wieder.
Dazu kam noch, dass das Publikum zwischen den Nummern ziemlich sich selbst überlassen war. Frank ist eben kein Entertainer, der das Publikum abseits der Musik mit kleinen Storys und Witzchen bei Laune halten kann und will. Sein Fokus liegt hauptsächlich auf der Musik, und mehr hat und soll man bei ihm auch nicht zu erwarten.
Die positive Überraschung des Abends war für mich Keyboarder Marko Weichselbraun. Mit Können, Spielwitz und Freude, ohne jegliche Selbstdarstellung, fügte er sich perfekt in das Ensemble ein.
Ebenfalls ein großer Könner war auch ein junger Mann (seinen Namen habe ich leider nicht verstanden), der dann zu späterer Stunde mit seiner Harp einen Gastauftritt hatte.
Fazit: ein Abend ohne Showelemente, der zwar zeitweise den Charakter einer Session hatte, musikalisch aber auf hohem Niveau stand!
Ein Abend für Puristen halt.
Wie sang Bryan Lee vergangenen Donnerstag? ? The Blues is allright!?
Das war bei Hannes Bartolot und Co. in der Tat so.
VlG., Ernst
Fotostrecke auf www.vogler.at









Kommentare
reverend frank t.t.
der keyboarder, war nicht peter thanel wie angekündigt, sondern wie MEHRFACH während des gigs betont, erwähnt marko weichselbraun.
der harpspieler war mark bruckner, rev.
Ernst
Danke für die Berichtigungen bezüglich der Namen der mir bis dato unbekannten Gäste...*schäm*
Aber die Namen waren wirklich nicht zu verstehen.