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Konzert Berichte

Soulicious & SoulHSistas / Reigen / 19.4.11

Ganz im Zeichen des Souls und der weiblichen starken Stimmen stand der gestrige Abend im Reigen. Soulicious & SoulHSistas gestalteten nun schon zum wiederholten Male eine "ladies night". - In dieser Konstellation waren sie schon 2008 und 2009 zu Gast beim VBS.

Die SoulHSistas werden von zwei Musikerinnen geprägt, die auch in anderen Formationen musikalisch viel zu sagen haben: Meena Cryle und Mary Lamaro. Die dritte Sängerin im Bunde, Anja Wise, fehlte beim gestrigen Konzert. - Auch die Band hinter den Sängerinnen ist rein weiblich besetzt, und auch die Frau am Schlagwerk bewies bei der gestrigen Zugabe, daß sie sich stimmlich nicht verstecken muß.

Konzerte der SoulHSistas sind durch die vielen anderen Aktivitäten der Sängerinnen leider selten geworden - umso schöner, sie beim VBS erleben zu können!

Ich habe sie das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen und finde, daß die Show viel besser geworden ist. Man merkt einfach, daß sich die Band noch mehr zusammengespielt hat. Auch sind die Musikerinnen viel lockerer geworden. Beim letzten Mal kam es mir ein bißchen vor, als sollte da auch zwischen den Nummern "mit Gewalt" Show gemacht werden. Das ist zwar sehr gefällig, ich finde es aber viel besser, wenn alles ein bißchen weniger einstudiert wirkt.

Diesmal war das wirklich locker und entspannt, die Lautstärke und der Sound waren super, eine wirklich gute Show!


Von den drei Sängerinnen, die ich letztes Mal bei Soulicious gesehen habe, ist nur die "Mastermindin" des Projekts, Chris Kisielewsky (keyboard, voc) übriggeblieben. Allerdings scheint ihr Künstlername nun Chris Keys zu lauten, jedenfalls entnehme ich das der Band-Website. Die anderen Damen firmieren unter Nina Breath und Karen Bricks.

Vor ca. 10 Tagen ist ihre CD "Golden" erschienen, auf der es nur selbstgeschriebene Nummern zu hören gibt. - Ich denke auch, daß es sehr gute Nummern sind, nur war das beim gestrigen Konzert für mich nur schwer feststellbar. Die Stimmen sind einfach unter den Instrumenten untergegangen. - Ich weiß, ich weiß, ich habe einen Tick mit lauter Musik, aber wenn man einmal den Gesang nicht mehr richtig wahrnehmen kann, weil die Begleitinstrumente über alles drüberbügeln, paßt das einfach nicht. - Erst bei der letzten Zugabe, eine Nummer, bei der nur das Keyboard als Begleitinstrument eingesetzt wurde, nahm man den nuancierten Gesang wirklich wahr.

Das finde ich schade, denn es haben sich da drei ausgezeichnete Sängerinnen mit viel Liebe zur Musik zusammengefunden.




20.04.2011 21:50 Hannelore

Kommentare

Hermann

Wohltuend ein derart kompetenter Bericht, der auch nicht mit kritischen Anmerkungen hinter dem Berg bleibt. Es ist ein echtes Bedürfnis, daß die "darüberbügelnden Begleitinstrumente" nicht ungebügelt davon kommen. Gesangsstimmen können nun einmal nicht einfach am Regler drehen und die Instrumente dorthin bringen, wo ihr Platz ist. Mit diesem Kritikpunkt ist sicher auch in Hannelores Beitrag der Appell an die Instrumentalisten verbunden: sie tragen mehr an Verantwortung für die Gesangsstimme, als vielleicht bedacht wird.

21.04.2011 11:20
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