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Konzert Berichte

Omar and the Howlers - Tunnel 9.4.2004

Vollgas war angesagt an diesem Abend im Tunnel : Omar and the Howlers aus Texas gaben ein Gastspiel in Wien.
Das erste mal hörte ich Omar Anfang der 90er im Vorprogramm von Johnny Winter ,damals noch im CA-Zelt auf der Donauinsel.Sein Gig war damals um einiges länger als der von Winter und ,tja , nicht von schlechten Eltern.Er blieb mir jedenfalls in bester Erinnerung.

Dementsprechend freudig gespannt pilgerte ich also ins Tunnel.Zu meinem Erstaunen war die Hütte so gut wie leer. Wiens Bluescommunity alle zum Eiersuchen am Lande ? Mag sein.

Omar spielte in der klassischen Triobesetzung , wie sie unter Texas Bluesern ja sehr beliebt ist. Am Anfang gab es ein klein wenig Tonprobleme mit Bass und Schlagzeug.Der FOH-Mischer hat da ziemlich rumexperimentiert,bis er zu einem Ergebnis kam. Auch war in weiterer Folge der Gesang ein wenig übersteuert.

Es war laut, sehr laut, aber das war ja zu erwarten gewesen.In den hinteren Reihen ging es.

Omar gab von Anfang an Gas, zuerst ein wenig teilnahmslos , doch die begeisterten Zurufe vor allem aus den hinteren Reihen halfen mit, das Eis zu brechen. Nach einiger Zeit schien es als hätten Omar and the Howlers tatsächlich Spaß daran in einer fast leeren Hütte zu spielen.

Omar selber ist ja ein ziemliches Viech an der Gitarre und am Gesang.Stimmlich erinnert er mich ein wenig an Doctor John,sein Gitarrespiel ist typisch texanisch,allerdings mit einigen Eigenheiten.Seine Art einen Tremoloeffekt zu setzen ist den Hals der Gitarre sehr stark zu biegen.Auch schlug er immer wieder mit der Faust heftig auf Hals und Korpus ein.Die arme Strat musste da einiges mitmachen an diesem Abend.
Die Restliche Band spielte solide,fiel aber nicht wirklich auf.

Das Programm dürfte nahezu nur aus eigenen Nummern bestanden haben, mir ist jedenfalls kein Cover aufgefallen.Allerdings kenn ich seinen Back-Katalog auch nicht allzu gut. Viele Nummern gingen schnell ins Ohr,da sie an bekannte Vorbilder angelehnt waren. Ein wenig CCR (der Opener),ZZ-Top, Muddy Waters,auch Bo Diddley höhrte man raus. Größtenteils schneller,deftiger Bluesrock,fast keine Slownummern, der eine oder andere Boogie, und ein Song kam in einem Mambo-ähnlichen Groove daher.

Besonders lange hielt es die Band nicht, mit zwei (?) Zugaben war deutlich vor zwölf Schluss.

Als letzte Nummer gab es noch seinen großen Hit "Wall Of Pride", ohne den wir ihn sowieso nicht gehen hätten lassen. Zerstochene Autoreifen wären die Konsequenz gewesen.

CD-Verriß der aktuellen Scheibe "Boogie Man" folgt.

Blues & Gruß
Clever

14.04.2004 21:58 alfmiti

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