Konzert Berichte
Summerblues-Events im Juli 2007
Der Sommer kommt und damit blühen wieder die Blues-Festl´n und Festivals. Der sommerliche Reigen begann gleich einmal mit Britta in ihrem Louisiana Blues Pub, das sein zehnjähriges Bestehen mit zwei fröhlichen Abenden beging (29. + 30.6.07). Siggi Fassl war musikalisch wieder einmal in Höchstform, und da auch etliche andere Musiker auftauchten, gab es eine tolle Session, bei der auch Erik Trauner für Hochstimmung sorgte.
Kurz darauf feierte die Bierwaage bereits zum 19. Male (13.-15.7.07). Auch hier: volle Sitzreihen, viel Musik und gute Stimmung. Susi Plahl erinnerte auf der Bühne mit rotem Kleid und Strohhut an Janis Joplin, Ulli Ulrich spielte nochmals auf, bevor er sich bald für 1 - 2 Jahre in die USA begeben wird.
Dann ging es schon in die Bundesländer: Beim Summertimeblues Festival 2007 (13.-15.7.07) wurde leider nichts aus dem Auftritt von Lonnie Shield, aber Fall in Blues begeisterten auch so.
Und am 20. + 21.7.07 wurde der Grundstein zum Stadlblues-Festival in Gaisruck gelegt. Ein solides Fundament, das hoffentlich die Basis für viele weitere Musikfeste an diesem idyllischen Ort legen wird.
Die vier Veranstalter um Hermann Posch, nämlich Edmund Fritz (alias Blues-Edi), Thomas Zauner und Alfred Veit, stellten in mühevoller Arbeit, unterstützt von 40 freiwilligen Helfern, ein wunderbares Fest auf die Beine. Zwei Tage lang tummelte sich die österreichische Blues-Cremé de la Cremé in der romantischen Kellerstrasse, planschte in Schwimmbad herum, um dann am Abend die zahlreich erschienen Gäste bestens zu unterhalten und zu erfreuen.
Den ersten Abend gestalteten die Mojo Blues Band, Fall in Blues feat. Mika Stokkingen und Hans Theessink. Zum Abschluß gab´s noch eine Session, bei der Hans und Erik in bester Spiellaune jammten. Von 19.30 Uhr bis 1.30 Uhr nachts Blues, soviel das Herz begehrte.
Am nächsten Tag dann das Al Cook Trio feat. Stefan Rausch an der harp, die Bluespumpn, Fall in Blues sowie Fall in Blues feat. Karl Ritter (der wie üblich alle Zuschauer mit offenem Mund sitzen blieben ließ und für Beifallsstürme sorgte). Den Abschluß bildeten Hermann Posch und Rev. Frank TT mit einigen wunderbaren Akkustik-Nummern, gerade das richtige, um nach der dynamischen Bühnenshow der Bluespumpn die Leute wieder auf das Motto des Events "Chillout" zurückzubringen.
An der Veranstaltung und am Ambiente konnte man wirklich merken, daß sich das Veranstalterteam so seine Gedanken um den guten Ablauf des Events gemacht hatte. Der Zeltplatz war nur 20 m von der Bühne entfernt (nah genug, um um zwei Uhr nachts ermattet in den Schlafsack zu sinken), das Schwimmbad (das extra für die Besucher schon morgens geöffnet wurde und gratis Eintritt bot) auch nur 30 m. Ein riesiger Kinderspielplatz lud zum Austoben ein, die lokalen Vereine sorgten für die Gastronomie (die dreißig Torten, die die emsigen Damen des Tennisvereins für die beiden Tage gebacken hatten, waren bereits am ersten Abend verschmaust). Besonders schön war aber auch die Teilnahme der Bevölkerung, die alle Gäste aufs herzlichste empfing.
Als am Sonntag bereits um 9 Uhr morgens einige Camper im Schwimmbad herumpaddelten und nach Kaffee schrien, erbot sich ein netter Herr, der im Schwimmbad Getränke einkühlte, schnell einmal beim Bäcker ein paar Semmeln zu organisieren. Zusätzlich tauchte er dann noch mit allem, was zu einem tollen Büffett gehört, auf, sogar mit der selbstgemachten Pfirsichmarmelade der Gattin (lecker!!!). Bezahlen ließ er sich nichts, wünschte uns noch einen schönen Tag und entschwand. Umso größer die Überraschung, als wir erfuhren, daß es sich um den Bürgermeister der Gemeinde gehandelt hatte. - Ich denke, wären wir wahlberechtigt, wäre ihm die Stimme jedes einzelnen Campers sicher!
Alles in allem ein wunderbarer Event, von dem ich wirklich hoffe, daß er in den nächsten Jahren seine Fortsetzung erlebt. Da sich alle Camper beim Heimfahren mit "bis zum nächsten Jahr" verabschiedeten, bin ich ziemlich überzeugt davon...
Stadlblues News-Beitrag
Bierwaage News-Beitrag
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