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CD-Review

Jack Bruce&Robin Trower“Seven Moons Live” (Ruf-Records)

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Schon längere Zeit pfiffen es die Spatzen von den Dächern: Jack Bruce&Robin Trower hatten sich angeblich dazu entschlossen gemeinsam live aufzutreten.

Anfang der achtziger kreuzten sich die Wege dieser beiden Musiker, bei denen es wirklich schwer fällt, nicht in leicht nostalgisch angehauchte Superlative Schwärmerei zu verfallen, das erste Mal im Studio. Das Ergebnis dieser Liaison nannte sich dann „B.L.T.“ (1981) und „Truce“(1982)
27 lange Jahre war dann Pause, bevor Anfang 2008 „Seven Moons“ entstand.

Jack Bruce schrieb seine Signatur schon seit den frühen sechzigen in das dicke Buch der Musikgeschichte. Alexis Korners Blues Incorporated und die Graham Bond Organisation waren die ersten nennenswerten Bands bei denen er spielte Die bekannteste Station seiner Kariere war wohl The Cream, wo er mit Eric Clapton und Ginger Baker Maßstäbe für die Rockmusik setzte, die auch noch vierzig Jahre später für Legionen von Musikern Gültigkeit haben.
Robin Trower wird Musikliebhabern nicht nur als Gitarrist von Procol Harum ein Begriff sein, sondern auch seine Zeit danach oder besser gesagt dazwischen (Procol Harum hat sich ja wieder neu formiert) lieferte ja einige Alben und Konzerte ab, die Fans und Kritiker dazu verleitete, von einem Musiker zu sprechen, der den Stil Jimi Hendrixs weiterentwickelte
Gary Husband ist dem eingeweihten auch kein unbekannter: Level 42, Gary Moore und John McLaughlin sind nur einige seiner Stationen.

Anfang Februar war es dann soweit, die beiden standen erstmals gemeinsam auf einer Bühne, wie schon erwähnt im Trio , begleitet vom Drummer Gary Husband.
Ins Holländische Nijmengen pilgerten dann eine Menge Fans, da übers Internet bekannt wurde, das eine Live Cd/DVD mitgeschnitten werden sollte.Da sollten sich die drei ja ganz besonders ins Zeug legen.
Eine knappe Begrüßung, dann legen die drei gleich mit dem Titelsong der neuen Studioplatte los, dem gleichnamigen „Seven Moons“ .
Die Stimme des 65-jährigen Jack Bruce hat nichts von Ihrer Ausstrahlung verloren, sein Bassspiel wie eh und jäh mehr einem Leadgitarristen denn einem Bassisten gleichend, Trower spielt ebenso souverän, und Husband harmoniert mit den beiden als sein sie eine Alteingespielte Band, es ist erst der dritte Gig miteinander, Vertrautheit beginnt sich offensichtlich zwischen den Künstlern zu entwickeln.
Fast nahtlos geht es weiter mit der blues-nahen Nummer „Lives Of Clay“ . Das darauf folgende „Distent Places Of The Heart“ erinnert an psychedelic geprägte Nummern aus der Cream Zeit, Spannung kommt auf.
Mit einer sehr entspannte Version von „Sunshine Of Your Love“ wird die erste nicht neue Komposition dargeboten, die am ende plötzlich eine gewaltige Eigendynamik entwickelt und losfegt. Ein hörbar begeisterter und leicht überrascht klingender Jack Bruce kommentiert dies mit „Now We Are Beginning To Get Somewhere!!“
Danach folgt eine elegische Version von „Carmen“ vom Album „B.L.T.“
Weiters hervorheben möchte ich das funkige „Perfect Place“ , das auch einen ganz besonderen Drive entwickelt.
„ The Last Door“ kommt rüber wie eine jener Energiegeladenen Cream-Nummern, die in endlosen Improvisationen endeten. Hier wird etwas weniger improvisiert, jedoch scheint es so, als sei hier ein neues „Power-Trio“ im entstehen.

Mit „White Room“ und „Politican“ endet diese besondere CD.
Der Auftritt ist auch auf DVD erhältlich, die drei zusätzliche Nummern aufweist

Über dieser sehr gelungenen CD schwebt der Geist der späten sechziger.
Jedem Cream-Fan kann ich hier nur eine Kaufempfehlung aussprechen, allen anderen übrigens auch.
Ich glaub nicht das Ihr es bereuen würdet.


HP Jack Bruce
HP Robin Trower
HP Gary Husband
HP Ruf Records
You Tube
My Space Gary Husband

13.08.2009 01:00 Clever

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