CD-Review
Bayou Alligators-The Project “Why not” (in-akustik?)
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Von unserem nördlichem Nachbarn erreichte mich vor einiger Zeit eine Scheibe : Die
Bayou Alligators melden sich mit einem neuen Werk
Die Band beruft sich sehr auf Louisiana, Zydeco, Cajon …….genau das was ich an dieser Scheibe vermisse.
Bei einigen Nummern kommt ein wenig Zydeco-Flair auf,(z.B. bei „Beach Party“) jedoch erinnert mich das mehr an eine Bacardiwerbung oder einen Spot für einen Alkopop als an wirklich durchgekochtes Gumbo.
Ich glaub mal die Wurzeln der Band liegen eher in Florida, ich hör da jede Menge Molly Hatchett in der späteren Phase raus, dort sind sie eher zuhause.
Mehr Bobby Ingram als Clifton Chenier.
Musik gut zum Autofahren, sie haben ja Drive, Doch mit Zydeco hat das nicht viel zu tun.
Auch wenn eine Tobi - und Tobias Orgel oft bemüht anspielt.
Störend wirkt auch das der Sänger, Frank Müller, seinen deutschen Dialekt einfach nicht wegkriegt
Spielerisch ist die Scheibe nicht mal so schlecht, macht stellenweise echt Spaß aber no Louisiana!
So hab ich die Platte anfangs empfunden, hab mir gedacht, na ja weis nicht, soll ich das wirklich so reinstellen? Hab sie dann mal auf die Seite gelegt, um ein paar mal drüber zu schlafen, da ich die Band echt nicht so runter machen will.
Um nicht falsch verstanden zu werden - mir gefällt die Platte, doch ist mir das ein bisschen zu wenig Zydeco. Ich hör das nicht oft, aber wenn dann will ich doch einen ordentlichen Schöpfer davon auf meinen (Platten) Teller.
Und genau das vermiss ich hie ein wenig, trotz der vielen Gäste die hier mitwirken, unter anderem auch „unser“ Raphael Wressnig, hochgeschätzt auf all seinen Wegen.
Also noch mal rein mit der Scheibe zur „Analyse“
„Start The Truck“, die erste Nummer ist eine dieser Scheiben die mich so stark an Molly Hatchet erinnern. Die Ähnlichkeit ist sicher zufällig, aber die Nummer klingt für mich schwer nach „Take Miss Lucy Home“. Sorry, is aber so.
„Beach Party“ ist eine jener Nummern, die ein wenig nach New Orleans schielt, aber wie gesagt- Bacardi Werbung. Nett ist allerdings der Perkussion Teil, leider ein wenig zu clean.
Eine Nummer die so dahinplätschert „Big, Big City“ …….the Wind is my Companion….na ja, soi so sei…..
„Indian Summer“ nimmt mal den Dampf raus, würd gut ins STS- Programm passen…..Schönes Gitarrensolo von Steffen Strauß, harmoniert mit Raphael Wressnis Hammond
„I Need A Woman“, na ja ,wer nicht. Tobi und Tobias Orgel mit Sax, die Verneinung von One Night Stands und eine nette, aber zu kurz geslidete Gitarre.
„ Dancing Like A Horse“ könnt ma als Hörvorschlag präsentieren ….Steffen Strauß glänz wieder an der Gitarre, schönes Outro…kommt live sicher gut….
„Why Not“ macht wieder ein wenig auf Zydeco, aber leider wieder so Nichtsagende, stereotype Texte! Steffen Strauß kramt in der Effektkiste.
„ I Can`t Stop Loving You” is wieder aus der Bacardi-Kiste……I glaub es is besser i lass das
Ein bemühtes Projekt, aber das Ziel blieb leider auf der Strecke.
Ich glaub das größte Problem hab ich mit Frank Müllesr `s Gesang. Wenn der a bissl mehr andrücken würd…..
Die Scheibe ist seit kurzem im Handel erhältlich.
HP Bayou Alligators









Kommentare
Stevie
Hallo Clever,
Danke für deine ehrliche Kritik! Mehr Zydeco gibts live auf die Ohren, das ist einfach Tanzmusik und vielleicht nicht so sehr zum Anhören im stillen Kämmerlein geeignet. Umso mehr wollten wir auf der Scheibe Abwechslung bieten. Ich denke das ist uns gelungen. Vielleicht sieht man sich mal auf dem ein oder anderen Gig bei euch im Nachbarland!
Viele Grüße von den Alligatoren!