Konzert Berichte
Mike Sponza & Band, DAVIS 23.1.10
Bläsi berichtet uns vom Konzert von Mike Sponza & Band im Davis am 23.1.10:
Mike Sponza & Band, DAVIS 23.1.10
Niemand hat keine Vorbilder, auch Mike Sponza nicht. Unmittelbar fasziniert ist er von Lucky Peterson und Keb´ Mo, aber natürlich auch von den „Klassikern“. Unbeschadet ob er eine seiner eigenen Kompositionen spielt oder Muddy, Elmore, Bo… covert, er klingt immer wie Mike Sponza. Persönlich bekannt war er mir durch einene Einstieg bei seiner „alten Freundin“ Dana Gillespie vor Jahren im Jazzland; beim Blues Spring hatte ich ihn leider versäumt, aber nur Gutes über ihn gehört. Obwohl international vor allem durch sein zentraleuropäisches „Cacanic Project“ bekannt, scheint er hierzulande nicht viele Fans zu haben – nicht sehr viele fanden den Weg in das „Davis“. Zu Unrecht, wie sich herausstellte.
Zusammen mit den Brüdern (?) Roby (five-string bass) und Ale (drums, background vocals) Maffioli brachte er einen sehr dichten, kompakten Sound von der Bühne. Seine eigenen Nummern wurden höflich beklatscht, so etwas wie Jubel brach meist bei seinen Versionen von etwa „Can´t Be Satisfied“ oder „Can´t Judge A Book From The Cover“ in eigenen Arrangements aus. Der oft gehörte „Davis – Roar“ blieb mangels größeren Publikums aus.
In eine Kategorie will ich Sponzas Interpretationen nicht einordnen – es war nicht Country Blues, höchstens ansatzweise Chicago Blues, kein Westcoast Sound, nicht Funk, nicht Blues-Rock – und gegen das Wort „modern“ verwahre ich mich im Zusammenhang mit Blues sowieso. Es war unterhaltsam (nicht im Sinne von easy listening), geradlinig, leicht verständlich, von den Herren routiniert und virtuos gespielt. Keine kreischende Gitarre, kein exaltierter Gesang, vielleicht ein bisschen „down-home“ verwandt – schön!
Viele haben etwas versäumt.
Bläsi









Kommentare
Keine Kommentare gespeichert