Konzert Berichte
F.G. Hacker Trio, 24. 9. 2010, Louisiana BP
...und weiter geht´s mit den Wochenendberichten von Hermann. Heute folgt Teil II der Trilogie, diesmal eine Band, die noch nie mit einem Konzertbericht auf Blues.at vertreten war: das F.G. Hacker Trio am 24. September 2010 im Louisiana Blues Pub:
F.G. Hacker Trio
24. 9. 2010, Louisiana Blues Pub
Der einen Premiere folgt die nächste: Moritz Haugk am Piano, Kevin McManus am Schlagzeug waren der verstärkte Rücken des Robert Hacker in der Formation F.G.Hacker Trio: wer kennt ihn nicht!
Wie oft hörte man doch die Frage nach seinen Mitwirkungen (Siggi Fassls Tribute to Jerry L. Lewis ist ja längst ein Fixpunkt - mit FGH - geworden) oder gar weiteren Auftritten. Nun, so sieht es aus und so könnte es ja wirklich werden, mit dem Trio sollte er nach den glanzvollen Tagen der Salty Dogz (gegründet 1991) ein Neubeginn zum Tagesereignis geschaffen und geschafft haben.
Das Ereignis rechtfertigt, Zitate über Robert Hacker als Einstieg zu zitieren; man liest in
www.sra.at/av/mpo/54/54:
Neben der Vorliebe für die Gitarre, ebenfalls beeinflußt durch Größen wie Doc Watson, Django, Reinhardt, Chet Atkins, Merle Travis etc.....spielt der Wiener auch ausgezeichnet Schlagzeug. In seinem Lebenslauf findet sich auch ein Hinweis auf ein Studium an einem Musik-Konservatorium. Durch seine Vielfältigkeit ist er dem Rock'n Roll, dem Blues, dem Swing aber auch dem Fingerpicking und der Country-Musik zugetan. Sein unverkennbarer Stil und seine Freude am Musizieren sind für jeden Liebhaber abwechslungsreichen Gitarrespiels auf der Jazz-Gitarre ein unvergeßliches Erlebnis. Er ist einer der besten Gitarristen Österreichs in diesem Genre. Das weiß man spätestens nach einem Live-Konzert mit den unvergleichlichen Soli auf seinem Instrument.
Kaum etwas daraus ist heute als überholt anzusehen, so jung und frisch hat er sich gehalten, jedenfalls was den Gitarristen betrifft. Seine Spielkunst stellt ein Juwel dar, daß, wie jeder wertvolle Edelstein, der besonderen Pflege bedarf. Wem es die Geschichte verwehrte, ihn als Salty Dog erlebt zu haben, muß eben auf den Vergleich verzichten und die Gegenwart als ein factum absolutum in die Skala mit ihren Soll und Haben einfügen. An diesem Premierenabend stachen in Anlehnung an die zitierte Charakteristik “seine Freude am Musizieren" und sein “Gitarrenspiel auf der Jazz-Gitarre" hervor. Das Letztere in der angebotenen Fülle, vermehrt um die gesanglich zugerichteten Jazz-Silben, könnte dem ungeduldigen Hörer auch als Bluesballast vorgekommen sein. “Das wohltemperierte Klavier", Musikliebhabern ein Begriff, hat ja mehr als nur im übertragenen Sinn einen Appell zum richtigen Maß. Ja, wie gültig ist das doch!
Die Entdeckung des Abends war Moritz Haugk am Piano. Man darf, ja man muß bei seinem Spiel ins Schwärmen kommen. Boogierhythmus im Handgelenk, kein Anzeichen einer internen oder externen
Anspannung, konsequent auf die Mitspieler konzentriert, Spielweise als bestünde der Alltag aus nichts anderem. Man kann nichts anderes machen, als auf ihn hinweisen und ihn hören und sehen wollen. Er ist schon jetzt nach erst ganz kurzer Öffentlichkeit (Februar 2009 erster Gig in privatem Rahmen mit R. Hacker, Didi Mattersberger). Der vom Sensationscharakter geprägte Abend im Louisi mündete in
Termingespräche mit Britta noch in diesem Jahr.
Sichert euch die Plätze, sie sind rar und begehrt.
Kevin McManus aus Brooklyn braucht kein großes Schlagzeug, um mit höchst solidem und rhythmusgetreuem Spiel die Wertigkeit seiner Instrumente klar zu machen. Man schreibt
(www.okemah-music.com/die-musiker) über ihn: In
Wien ist er der sehr dezente Jazzdrummer und Szenemusiker und ein sehr gern gesehener Gast bei vielen Sessions. - An diesem Abend vertrat er mit allem Glanz und aller Glorie das eigentliche dritte Drittel des F.G.Hacker-Trios, Didi Mattersberger.
www.sra.at/av/mpo/54/54
www.okemah-music.com/die-musiker









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