Spirit – “Live At Rockpalast” (SPV)

Als die Kinks Ihre Zusage für die Rockpalastnacht im März 1978 zurückzogen, war Not am Mann. Doch der Regisseur Christian Wagner hatte die Rettende Idee: Spirit , die Band rund um Randy California.
Man wurde bald einig, und was anfänglich als Notnagel gedacht war, entpuppte sich als der schlichte Hammer
Für viele zählt das Konzert zu den absoluten Höhepunkten der ersten Rockpalast- Serie von ´77 bis ´86.
Randy California hatte schon als fünfzehnjähriger mit dem legendären Jimi Hendrix in dessen damaliger Band Jimi James and The Blue Flames , damals in New York, mitgespielt.
Als Hendrix seine Zelte in Amerika abbrach um nach Europa zu gehen, wollte er ihn eigentlich mitnehmen, doch California´s Mutter war dagegen, da sie ihn noch zu jung meinte.
Sein Gitarrespiel war stark von Hendrix beeinflusst, unüberhörbar auch beim Rockpalast Gig
Eine Mixtur aus Siebzigerjahren Psychedelic, mit jeder Menge Remiszenzen an den Blues seiner eigenen Spielart.
Ein besonderer „Gag“ Californias (der seinen Nachnamen Bezug nehmend auf seinen Geburtsort übrigens auch von Jimi Hendrix verliehen bekam, da es bei den Blue Flames in dem Jahr als Randy dort spielte noch einen zweiten Musiker desselben Vornamen gab) war ,das er mittels Fußpedale einen Moog-Synthesizer bediente, den er immer wieder reinwummern lies.
In der Band damals mit dabei Ed Cassidy , den Alle nur Mr.Skin nannten und der sich hinter einem gewaltigen Set, gekrönt von zwei Pauken versteckte. Seinem permanenten Grinsen nach dürfte er aber mächtig Spaß gehabt haben.
Den Bass bediente Larry „Fuzzy“ Knight.
Neben jeder Menge Klassiker seines großen Vorbild Jimi Hendrix wie den Dylan Nummern „Like a Rolling Stone“ und „All Along The Watchtower“ , „Hey Joe“ und „Wild Thing“ gibt’s jede Menge eigen Songs, so auch der größte Hit von Spirit „I Got A Line On You” oder dem mächtig treibenen "Hollywood Dream” .
Und als ganz besonderes zuckerl kommt am Schluß noch der Allman Brothers Gitarrist Dicky Betts der zuvor mit seiner Band Great Southern selbst gaspielt hatte, nochmals für einen Jam auf die Bühne.
Randy California starb am 2. Jänner 1997 beim Schwimmen auf Hawai, als er seinen Sohn vor einer Riesenwelle rettete. Er selbst wurde aufs offene Meer gezogen, seine Leiche wurde nie gefunden.
Diese DVD ist eine großartige Gelegenheit eine der Sternstunden eines außergewöhnlichen Musikers noch einmal mitzuerleben und sei allen Freunden der siebziger und der Musik dieser Zeit wärmstens ans Herz gelegt.
HP Rockpalast
HP Randy California
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