Meena Cryle & The Chris Fillmore Band / Reigen / 16.4.2009
Einen abwechslungsreichen, von exzellenten MuikerInnen geprägten Abend bot gestern Meena Cryle & The Chris Fillmore Band samt Gästen. Ein Konzertbericht von Michael Bodner.
Die Eröffnung bestritt gleich der erste Gast: Sam Simon (git, voc) im Duo mit Chris Fillmore. Erdige, blues- und gospelartige Stücke, gefühlvoll und stilgerecht dargeboten.
Dem folgte Meena Cryle (voc) & The Chris Fillmore Band mit Songs, die von funkig – souligem Stil geprägt waren. Die Stücke selbst waren großteils eigene Kompositionen – was auf Grund der gebotenen Qualität sehr für diese Band spricht. Verbunden mit der großartigen Art der Darbietung sorgten sie dafür, dass es auf mitreißende Art und Weise groovte.
Frontfrau Meena Cryle besitzt eine charaktervolle, unverwechselbare Stimme. Und die versteht sie dank ihres gesangstechnischen Könnens nuancenreich und mit unglaublich viel Gefühl derart wirkungsvoll einzusetzen, dass das Publikum immer wieder mit Zwischenapplaus reagierte. Umwerfend.
Chris Fillmore (git) an der Gitarre bietet einen würdigen Widerpart. Virtuos, sicher, selbstbewusst und immer wieder sehr emotional. Ebenso überzeugend ist sein Spielwitz, der aber auf jede Überfrachtung verzichtet.
Tolle Einlagen gab es auch von Herbert „King“ Könighofer (sax). Eindrucksvoll bewies dieser unter Jazzern bestens bekannte Musiker, das er auch in Sachen Funk und Soul absolut sattelfest ist.
Erfrischend war es, am Schlagzeug einmal eine Frau zu sehen – schade, dass sich nicht viele Damen diesem Instrument widmen. Melissa Hosler (dr) hatte jedenfalls keinerlei Schwierigkeiten, rhythmische Brücken zwischen Funk, Soul und Blues zu schlagen. Und mir persönlich gefällt auch, dass sie den Becken viel Raum widmet.
Am Bass war diesen Abend Allroundtalent Peter „Strutzi“ Strutzenberger (bass) zu hören. Egal ob „Bullfiddle“ oder E-Bass, Strutzi versteht es immer wunderbar, seinen Mitmusikern ein tolles Bassfundament zu legen. Und einem temporeichen Solo ist er ja sowieso nie abgeneigt.
Kurz vor Ende des ersten Sets widmete Meena Cryle dem bekannten Bluesmusiker Hermann Posch einen Slow-Blues mit den Worten: „Weil er der Erste aus der Blues-Szene hier war, der mit mir gesprochen hat.“ Und da Herman nicht da war, wird er von dieser netten Geste eben hier lesen ;)
Den zweiten Teil konnte ich auf Grund eines weiteren Termins leider nicht mehr verfolgen. Ich bin mir aber sicher, dass die Band für ein furioses Finale gesorgt hat.
Für den ausgezeichneten Sound war Tontechniker Andreas Neubauer verantwortlich.
HP Meena Cryle









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