Dickey Betts&Great Southern – “1978 Grugahalle Essen&2008 Museumsplatz Bonn” (SPV)

Also - wem der Name Dickey Betts nichts sagt, braucht sich nicht wirklich genieren. Ein wenig betreten von einem Fuß auf den anderen steigen reicht völlig. Also bringen wir Licht ins Dunkel.
Dickey Betts war Gründungsmitglied der Allman Brothers, trug mit seinem Gitarrespiel zu dem unverkennbar mäandernden Gesamtsound der Band einen wesentlichen Teil bei, war die countrylastige Komponente, spielte jene Tribe.artigen Sounds die im harten Kontrast zu Duane Allman`s eher rifflastigem Gitarrespiel standen und Teil jener enervierenden Spannung waren die diese, eine der größten Amerikanischen Bands jener Zeit so unverkennbar machten , und war Komponist des einzigen No,1 Hits der Allmanns, „Ramblin Man“
1976 verlies (oder wie andere Zeitzeugen behaupten, wurde er gegangen, manche sagen das geschah erst bei seinem zweiten Ausstieg noch der Reunion….) und spielte fortan mit seiner Solo-Band Great Southern,
Im wesentlichen führte Dickey Betts das Konzept der Allmans auch bei Great Southern weiter : eine Mixtur aus Rock, Blues und Country ohne Berührungsängsten gegenüber anderen Stilen, breiter Raum für jeden einzelnen Musiker, Spaß an der Improvisation und Unbändigbahre Spielfreude.
Am selben Abend seines Rockpalastauftritts stieg er noch bei The Spirit auf die Bühne und spielte mit Randy California Session
Der Legende nach saß er am nächsten Morgen in der Frühstückshalle des Hotels und unterhielt dort mit einer akustischen Gitarre die überraschten Geschäftsleute.
Als Anspieltipp empfiehlt sich zum Beispiel das Instrumental „Jessica“ .aufgebaut auf einer immer wiederkehrenden Melodie, unterbrochen, oder besser gesagt verbunden durch verschiedenartigste Solopassagen, die jedoch immer wieder wie aus Zauberhand in das eigentliche Thema zurückfinden.
Abgesehen von dem anscheinend blinden Zusammenspiel mit dem zweiten Gitaristen Dan Toler für viele sicher auch ungewöhnlich die beiden Schlagzeuger
David Toler und Dani Sharebono. Nachzuhören bei der ersten Zugabe “High Falls”
Immer wieder ein Gewinn und sehr frei spielend der Keyboarder Michael Workman
Als Zugabe gibt’s natürlich "Ramblin Man“
Als Zuckerl ist der DVD eine zweite Aufnahme beigefügt aus dem Jahre 2008 , aufgenommen in Bonn im Ramen seiner Europa-Tournee.
Mit „Jessica“ , „In Memory of Elisabeth Reed“ und “Ramblin Man” finden sich hier drei Nummern, die auch auf DVD eins enthalten sind , und ermöglichen es dem Zuhörer(seher) zu vergleichen, wie sich Great Southern innerhalb dreißig Jahren verändert hat.
Die Besetzung hat sich natürlich ein wenig verändert, Duane Betts spielt die zweite Gitarre, Andy Aledort ist am dritten Ruder zu finden. Am Bass spielt Pedro Arevalo , Frankie Lombardi und James Vanardo prügeln sich die beiden Schlagwerke um die Ohren und als Organist und Sänger glänzt Michael Kach
Als Highlight kann man hier den Opener „Statesboro Blues“ auf´s Potesterl stellen,
Als weitere Anspieltipps empfehlen sich „One Way Out“ (mit einem kurzen Zitat aus „Going Down“) , oder „No One To Run With“ , allesamt aus dem Allmans Katalog.
Ton und bild sind o.k. auch die Kameraführung, und ich bin ja sowieso kein Freund dieser hektischen Schnitttechnik.
Allesamt eine DVD die ich jeden wärmstens empfehlen kann !
Das einzige Manko an dieser DVD ist die Verpackung : Ich hab eine halbe ewigkeit gebraucht, die zweite DVD aus ihrer verankerung rauszukriegen (nicht lachen, probierts merst mal selbst und dann reden wir weiter!!!!!)
HP Dickey Betts
You Tube
HP Rockpalast









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