C.Volf&J.G.H Band (Green Hat Records)
Lag uns vor einiger Zeit ein Demo vor, gibt´s jetzt eine ganze CD
Und zwar eine gelungene, eine sehr gelungene.
Claudia Volf und Johann Georg Hofbauer gelingt es auf Ihrem Selbstbetitelten Werk bei der Gratwanderung zwischen englischsprachigem Rock und Nummern im Dialekt auf sehr unaufdringliche Weise die Balance zu halten, es fällt nicht auf oder stört gar, das sich die Künstler zwei gänzlich unterschiedlichen Idiomen bedienen.
Sowohl englischsprachige Nummern werden geboten, vorgetragen von Claudia Volf, als auch Dialektlieder für die sich J.G.Hofbauer auszeichnet.
Ebenso gelungen zeigt sich die Verbindung von akustischen Instrumenten mit elektrisch verstärkten, wobei die quasi „aus´gsteckten“ eindeutig die Oberhand behalten.
Bei Claudia Volf erscheint es, als sei Ihr Universum direkt mit einem musikalischen Wurmloch mit dem einer Alanis Morissette verbunden, sei es den Gesang betreffend, sein`s die Inhalte.
Johann Hofbauer bedient sich in seinen Liedern einer sehr direkten Sprache, nimmt etwas mehr Bezug auf den Boden von dem er stammt.
Von der flotten Moritat über den neuen Pfarrer über die meisterlich dargebotene Geschichte der Räuberhauptmanns Grasl ( bei der ich nach wie vor sehr begeistert vom Aufbau bin, wo ohne romantisierende Beschönigung der Weg vom „edlen Räuber“ zum „Meuchelmörder“ erzählt wird) bis zum schlussendlich augenzwinkernden Sagenwerk der wilden Jagd- die Nummern wissen zu überzeugen und einzunehmen.
Dem zwischenmenschlichen mit allen seiner Schattierungen wird genauso Platz eingeräumt wie dem Bekenntnis zur Heimat.
Unterstützt werden die beiden von Thomas Menger am akustischen und elektrischen Bass und Gerold Weissenböck am Schlagwerk und Percussion.
Als Gäste wirkten Franz“Bongo“ Frank mit Gitarre und Percussion mit (er war auch für die sehr gelungene Aufnahme und den Mix verantwortlich), Charly Bartl leiht drei Nummern seine bluesige Harp, Martin Eichinger hilft mit zwölf -und fünfseitigem Bass aus, Tibor „Kaco“ Burza spielt auf drei Nummern Geige die ich absolut nicht missen möchte und auch Gerda Rest-Magdic mit Bongos wollen wir nicht unerwähnt lassen.
Die C.Volf&J.G.H Band stellt mit dieser CD eine Scheibe ins Regal, die sich keinesfalls vor den Größen der heimischen Musikgeschichte verstecken muss, und stellt ein sowohl sehr vielschichtiges aber dennoch auch äußerst homogenes Werk dar.
Seid von Independent-Rock Stücken a la „Not In Vain“ , über dialektelnd-bluesendels mit Biss (z.B. „Wirst scho sehn“ ) , das fast schon an Lucinda Williams erinnernde „Child Of The Seventies“ - keine Nummer fällt ab. Langsames ist einfach nur langsam und nicht schmalzig ( „Up The hill und durch`n Woid“ ) und sogar Danzer ähnliches Songwriting ist zu finden ( „Oaschloch“ ).
Eine Scheibe die hoffentlich Ihren Weg zu den Ihr zugehörigen Hörern findet, den viele würden sie missen.
HP C.Volf
HP J.G.H









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