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Walter Trout / Reigen / 7.7.09

Nach einer längeren Pause beehrten Walter Trout & the Radicals wieder einmal Wien. Am 7.7.09 spielten sie im Reigen auf.


... und anscheinend beschlossen sie diesmal "in der Kürze liegt die Würze".

Vielleicht lag das auch an der Hitze im Saal, es waren sicherlich weit über 300 Leute gekommen, die voll Begeisterung auf den Künstler warteten. Da hatte es dann sicherlich an die dreißig Grad.

Statt zwei Sets gab es ein langes, aber lange ist auch relativ. Ohne Zugabe spielte die Band genau 1,25 Stunden. Samt der beiden - vom begeisterten Publikum heftigst eingeforderten Zugaben - waren es schließlich genau 1,5 Stunden.

Die Band lieferte eine technisch astreine Performance ab, da saß jeder Griff und jeder Ton. Walter Trout spielt laut, sehr hart, sehr "spitz". Das ist nicht jedermanns Sache, aber ich mag das manchmal sehr gerne, da spürt man die Energie bis in die Fingerspitzen fahren. - Trotzdem, diesmal fand ich irgendwie keinen Draht zu ihm. Vielleicht lag das daran, daß ich diesmal nur einen Platz in den hinteren Reihen fand. Ich brauche immer die unmittelbare Nähe zum Musiker, um mich ganz auf ihn einlassen zu können.

Walter Trout war ziemlich schweigsam, bis auf einige Hinweise auf die kommenden Songs, die neue CD und das obligatorische "I love to play in Vienna" wurde nicht viel gesprochen. Er ließ die Instrumente für sich sprechen.

Vor einigen Jahren durfte ich mit Walter Trout ein fast einstündiges Interview führen. Es war für ein anderes Internetformat gedacht, ist aber leider nie online gegangen. Damals lernte ich ihn als freundlichen, offenen Menschen kennen, ohne die geringste Spur von Starallüren. Seit damals hege ich sehr große Sympathie für Walter Trout.

Ich habe ich mich auch ein wenig unter den anderen Anwesenden umgehört, und da bekam ich nur begeisterte Kommentare zu hören. - Nächstes Mal werde ich mich also wieder in die erste Reihe vordrängen, um in den vollen Genuß von Walter Trouts Magie zu kommen.


Konzertankündigung auf Blues.at




08.07.2009 19:13 Hannelore

Kommentare

Christian

Obwohl ich Walter Trout bis dato nicht gehört hatte, hatte ich mir angesichts seiner Biographie mehr erwartet. Dass mir das Konzert in Summe wenig zugesagt hatte, lag sicher nicht an der Hitze im Saal (Die Lüftung im Saal dürfte bei einer derartigen Menschenmenge versagt haben!).
Zunächst fiel mir der schlechte Sound auf, die Orgel z.B war schlecht zu hören. Ich hatte bis zum Schluss auf irgendeine Überraschung gehofft, aber da kam nichts. Irgendwie dachte ich mir bei Walter Trout, dass weniger oft mehr sein könnte. Ohne die technischen Fähigkeiten dieses Gitarristen schmälern zu wollen, aber man braucht nicht jeden Song mit endlosen Solis überladen und zuzufiedeln. Ausserdem vermisste ich jede Interaktion mit dem Publikum. Irgendwie machte Walter Trout (möglicherweise durch seinen Tourplan bedingt) einen körperlich müden Eindruck. Bloss ein kurzes Lächeln am Höhepunkt seiner Soli. Das ist zu wenig für ein Konzert eines Supergitarreros der im Blues zu Hause ist. Für eine Blueskonzert hat mir eindeutig das Gefühl gefehlt, sodass bei mir kein Funke übergesprungen ist. Sorry.

09.07.2009 09:25
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