Commander Cody – “Blues Rock Legends Vol.1” (SPV)

Vom Kunststudenten George Frayne IV ungefähr 1966 nach einer Reihe anderer Bands gegründet, erlangten Commander Cody and his Lost Planet Airman (benannt nach einer Sience Fiction Fernsehserie) in den Siebziegern so was ähnliches wie Kultstatus.
Ihre Platten standen zwar meist im Country Regal, ihre Musik war jedoch weit mehr als „bloß“ Country. Ein äußerst explosives Gemisch von Boogie, Rock `n`Roll und Rockabilly, Country, In den späteren Jahren hinterließ sogar die allmählich aufkommende Punkszene ihre ersten vorsichtigen Footprints in der Musik des Commanders..
Die Texte waren oftmals persifliert, abseits der klassischen Inhalte von Country und Rock Songtexten, nahmen oft den „American Way of Live„ aufs Korn. Ein grossteil des Repertoires bestand aus Covers, gerade „Seeds and Stems“ schaffte es dauerhaft auf die Setlist, so auch im Rockpalast.
Geboren aus der Hippie- Bewegung fehlten natürlich auch nicht reichlich Anspielungen auf Drogen und deren Konsum und die damit verbundenen Auswirkungen. Und überhaupt, was spricht dagegen einen Song über Cheesburger zu schreiben ?
Die Bühnenshow war immer sehr energiegeladen, Vor allem der Commander selbst fetzte über die Bretter von seinem Piano, das er jedem erdenklichen Körperteil traktierte zu seinem Frontmikro und wieder zurück , Seine kurzen markigen Ankkündigungen der einzelnen Nummern sind eine Show für sich selbst !
So auch auf dieser DVD :obwohl die Band ihren Zenit sicherlich schon erreicht hatte, war es für sie eine leichte Übung die Halle gleich mit der ersten Nummer „Thank You Lone Ranger“ zum kochen zu bringen.
Mir fällt da als Vergleich die G.Geils Band ein, die ähnliche Vollgaspowerauftritte lieferte, allerdings in einem etwas anderen musikalischen Rahmen, die Party war jedoch dieselbe.
Den Hauptteil des Gesangs übernahm der Commander selbst, seine Mitmusiker unterstützten ihn aber mit gelungenem mehrstimmigem Gesang.
Einige Nummern auf dieser DVD wurden vom Gitarristen Bill Kirchen gesungen, so zum Beispiel der Rock`n `Roll Fetzer „Ubangi Stomp“ oder "Seeds and Stems“ ein Country Heuler mit feinster Pedal Steel , gespielt von Peter Siegel
Saxophphonist Steve MacKay singt das Blues Brothers lastige “Go To Hell”
Mein gesangliches Highlight stammt vom Schlagzeuger Tony Johnson „Midnight in Memphis“ hat einfach was, als ob eine Sparvariante der Allmann Brothers mit John Hiatt jammen würde ! Sehr fein!
Die Piratengeschichte “Seawolf” atmet die salzige Luft des Abenteuers auf hoher See
Mit der Rockpalast DVD von Commander Cody hat der werte Musikliebhaber die Möglichkeit, sich ein äuserst energetischs Stück Spätsiebziger Musikgeschichte ins Regal zu stellen, es ist´s wert!!
HP Commander Cody
My Space
HP Rockpalast









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