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Anekdoten

Authentische Gschichterl'n und Anekdoten zum Blues. Was hier nicht dazupasst wird von uns gnadenlos verschoben ;-)

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Ö3 Anekdote

23.09.07 16:40 - geschrieben von: al cook

ach ja....

als ich 1969 das erste mal zu ö3 eingeladen wurde, bot man mir eine zigarette an, ich sagte: "danke, ich rauche nicht". nach einer weile fragte der gastgeber aufs neue: "wollen's a stamperl ?"....."danke, ich trinke nicht". man wollte mich aber auf etwas einladen und leiser werdend steigerte sich die neugier mit einer intimer gestellten frage...."haschen's etwa??"......."um gottes willen!!!"
"SAGEN'S EINMAL HERR COOK, WOFÜR LEBEN SIE EIGENTLICH?"
ich zeigte stumm auf meine mitgebrachte gitarre.

euer al cook

musicbox

23.09.07 16:26 - geschrieben von: al cook

liebes popmuseum.
die musicbox war seinerzeit, als sie 1967 gegründet wurde eine große hoffnung für die aufstrebende österreichische musikkultur. nach den langen jahren des dahinlabernden kommerzradios wurde mit dem sender ö3 eine institution geschaffen, die es auch vertretern der nichtkommerziellen muse erlaubte, sich über ein massenmedium zu artikulieren und zu den hörern zu sprechen.
natürlich kam es auch vor, daß sich allerhand dilettantengelichter und verrückte zwischen durchaus interessanten und hörenswerten beiträgen preßten. aber das bringt eben freie medienpolitik so mit sich. mit der zeit scheidet sich spreu vom weizen sowieso, aber man muß die ernte erst einmal einbringen.
mit all dieser "progressiven popmusik", wie es damals hieß, wurde auch der blues populär und salonfähig gemacht.....und ich war damals der mann der ersten stunde, dann kam der legendäre Hans Maitner mit seiner kultsendereihe "living blues" dazu und mitte der 70er genoß der blues ein ansehen, das er nie mehr wieder haben wird, solange man ihn in den massenmedien verleugnet und ihm die quotenhürde vor die füße stellt.
mit bogdan roscic endete die ära, die sich wie ein prager frühling anfühlte. was aus ö3 geworden ist, kennen wir....ein vorprogrammiertes, quotengeiles (s)hithadio. good night vienna.

euer al cook

Re: musicbox

13.10.07 20:10 - geschrieben von: Popmuseum

Lieber Al Cook,

herzlichen Dank für Dein interessantes Statement, das ich erst jetzt entdeckt habe, weil ich hier eher ein sehr seltender Gast bin.

Ich habe Dein Statement in den "Musicbox"-Artikel einkopiert.

Liebe Grüße
Popmuseum

anecdotes about Joe Zawinul?

17.09.07 12:12 - geschrieben von: Umberto

Does anybody met him in person? Anecdotes ?

thanks, Umberto

Ö3-Musicbox

03.09.07 14:10 - geschrieben von: Popmuseum

Guten Tag,

in Wikipedia gibt einen ausführlichen Beitrag zur "Ö3-Musicbox"

[de.wikipedia.org]

und auch schon eine eifrige Diskussion:

[ie_Musicbox">de.wikipedia.org]

in der der auch hier eifrig gescholtene Bogdan Roscic vorkommt.

Ich denke, dass sich der eine oder die andere daran beteiligen will.

Freundliche Grüße

Popmuseum

al cook

11.06.07 23:51 - geschrieben von: al cook

nun eine geschichte, die einen ernsteren inhalt hat, aber auch nicht jeden tag vorkommt.....
zurück ins jahr 1973. ich trat im zuge einer deutschlandtour im sinkkasten in frankfurt auf. nachdem ich mir den ganzen abend den arsch weggespielt hatte, rief mich der besitzer zur seite und meinte...HÖR MAL, WENN DU EIN SCHWARZER WÄRST, WÄRST DU EIN WELTSTAR, ABER AUF SOLCHE ELVIS-TYPEN WIE DICH STEHT HIER KEINER, KLAR.
zufällig anwesende schwarze musiker, die am vortag auftraten, bedankten sich bei mir, daß es junge weiße gibt, die sich ihrer tradition annehmen.
ich bin nie wieder in frankfurt aufgetreten.
stellt euch das einmal umgekehrt vor. karajan hätte einen japanischen violinvirtuosen abgelehnt, weil er kein weißer ist und nicht in der mozartstadt salzburg geboren wurde.......das wär doch eine diskussion wert.

euer al cook

al cook

09.06.07 20:27 - geschrieben von: al cook

wie erschreckend und doch amüsant der wissensstand mancher leute in punkto musik ist, wurde gestern wieder einmal, sogar televisionär bewiesen.
armin assingers millionenspiel stellte die gretchenfrage, wo denn die bottlenecktechnik verwendet wird. eine kandidatin mit züchtigem lehrerinnengesicht wurde zusehends nachdenklich und sortierte aus, was es nicht sein kann. "also ein bluesgitarrist kann das auf keinen fall sein, was tut der mit einem flaschenhals...." schließlich versteifte sie sich auf eine mannschaftsformation beim basketball, was sie auf den grundgewinn von 500 euro herabrasseln ließ. das frappierende an dieser sache war nämlich, daß sie auch noch stur war und keinen joker in anspruch nehmen wollte. wenn die gute um 100 euro ein paar blueskonzerte besucht, wird sie hoffentlich klarer sehen.

noch beschämender gestaltete sich eine frage, die eine kellnerin eines provinzlokales an mich richtete.
offenbar hat man sich über rock n roll unterhalten. ich stellte mich an die bar und wollte bestellen....da fragt mich glatt eine der servierpuppis....
"sagen sie, sie kennen sich sicher da aus.WER IST DENN DIESER BILL HALEY??? schock around the clock....

euer al cook

Re: al cook

10.06.07 23:31 - geschrieben von: lena

Was guckst Du auch Millionenspiel???
Lena, lacht,....und tut noch bisserl bottlenecken

Re: al cook

11.06.07 22:35 - geschrieben von: bluesfrizz

naja, einer jungen Kellnerin kann man das ja noch verzeihen, aber als ich einmal mit einem Trompetenjüngling des Linzer Jazzkonservatoriums einige Gehversuche machte, frug mich jener Knabe nicht:
wer ist denn eigentlich dieser Armstrong, von dem ihr da redet?

DiTullio

04.06.07 10:55 - geschrieben von: kwikstep

An einem heissen Augustabend 2004 in New Orleans..

In BJs Ballroom traf ich auf Bobby L DiTullio, seines Zeichens Harmonicaplayer von Little Freddie King, dem mein in in ein verstimmtes Klavier gehämmertes "Please Send Me Someone To Love" zu einem Vergleich meines Stils mit James Booker inspirierte (er übertrieb.. Booker ist ja mein grosser Meister), jedenfalls, ein paar Bier später und er lädt mich in seinen Wohnwagen ein. Nach ein paar shots Whiskey spielt er mir auch uralte Konversationen vor, im Studio aufgenommen während der Session, fragt wie as Publikum in Osteuropa sei (denn da komm ich ja her, meint er, also mögen sie den Blues usf.).. nach noch ein paar shots ist das Thema.. wie es sich eben gehört.. die Frauen. Bobby: "Now what are the three most important things in life?" ich: "Well one could think it would be sex, drugs and rock´n´roll". Bobby "No, you don´t get it.. there´s only three things." ich: "You tell me". Bobby. "The single most important thing is pussy. The second is - pussy. And the third - pussy. It´s pussy, pussy, pussy, maaaan.."

red holloway

31.05.06 11:02 - geschrieben von: erik trauner

wir spielen gerade mit red holloway im jazzland und hier gleich zwei brühwarme bonmots.

wenn sich keine gelegenheit ergibt zu proben, bespricht man das programm und etwaige spitzfindigkeiten kurz vor dem konzert in der garderobe.
ich schlug unter anderem einen song vor ,der eine komplexere akkordfolge erfordert und fragte ob das ok wäre.
red erwiderte lakonisch: "if YOU can play it, I can play it"


red ist für sein alter in extrem guter verfassung und so finde ich auch nichts dabei am ende des konzerts auch dem publikum seine 79 (!) lenze zu verraten.
gestern allerdings flüsterte er mir noch auf der bühne zu:
"please don't tell them my age.- when they know,I can't get no pussy"

besoffener Bassist...

03.05.06 11:49 - geschrieben von: Melvin Greg

Es war einmal...
ein Motorradtreffen. Bühne 2,5 Meter hoch viel Mädchenshow, viel Bier und Asbach-Cola.
Da ich als Drummer eher im Hintergrund arbeite, bekam ich eigentlich nicht so recht mit, was vorne so an alkoholisches konsumiert wurde.
Jedenfalls in der Pause stürmte mein Bassist (mit Funkbass) bei mir vorbei und hinten raus (wie er das geschafft hat ist mir heute noch ein Rätsel), um ordentlich zu kotzen.
Mittlerweile legte der Mischer eine CD rein, und der Bassist fing, während seiner ohnehin schon schwierigen arbeit, an zu spielen weil er glaubte wir sind schon wieder dran.
Ist echt ein guter Bassist, haben den Gig auch gut zu Ende gebracht, aber so schön gespielt wie damals hinter der Bühne hat er seitdem nicht mehr.*g*
L.G.Melvin.

anekdoten

06.04.06 14:03 - geschrieben von: robert

Da fallen mir doch zwei Gschichterln zum Thema "Dummsprech von Sängern" ein:

Schon vor vielen Jahren spielte ich mit einer Hardrock-Band irgendwo und der Sänger fragte ins Publinkum:

Sänger: "Gibts vü Rapid-Fans unter euch?"
Publikum: "JAAAAAAAAAAAAAAA"
Sänger: "Eichern Krankl kennts euch in Oasch schiam!"

Glücklicherweise war die Gesangskanal kaum verständlich (Anlage? Sänger?) und die wenigsten haben das verstanden, sonst hättma des net überlebt.

Vor nicht so vielen Jahre mit einer Bluesrock-Band bei einem Harley-Davidson Treffen:

Sänger: "A Harley is des anzige Motorradl, was von ana Vespa überholt wird"

Diesmal war die Anlage gut und alle hams verstanden, aber die Biker haben glücklicherweise Humor.

Re: g'schichterl

27.03.06 08:29 - geschrieben von: al cook

ich hätte zwar in meiner 42jährigen bühnengeschichte somanches zu erzählen, aber es kommen immer wieder situationen vor, die es wert sind, dokumentiert zu werden.
meine neugefundene halbverwandte, die eine liebreizende dame ist, hörte sich meine letzte cd "the birmingham jam" an und stellte den carolina blues gleich zu ihren favoriten. sie bewunderte meinen gesang, der diese nummer so entspannt klingen ließ und sich gegenüber dem rauhen zeug so angenehm abhob.
ich mußte die liebe aber leider aufklären, daß der sänger eigentlich siggi fassl, ein lieber und talentierter kollege sei und ich mich bei dieser nummer nur an den klaviertasten zu schaffen machte. daraufhin schrieb sie mir entschuldigende worte und ließ durch mich ihre komplimente an siggi weiterleiten. also siggi, du hast eine frau baronin zum fan, die mit mir den urgroßvater teilt. leider bin ich nur die illegitime,schwarze linie. wie solls schon anders sein bei einem bluestypen.

damit aber nicht genug.
vor geraumer zeit kam eine andere, etwas einfachere dame zu mir und war ganz der bewunderung über meinen bislang letzten auftritt im TV. ich stellte meine nummer "addie lee" in willkommen österreich vor und die gute ließ folgendes vom stapel....."ich hab sie im fernsehen bewundert, sie singen fantastisch, fast so schön wie der.....na, wie heißt er denn nur....der da vom musikantenstadel" mir schwant fürchterliches und ich helfe der unkundigen auf die beine...."der hansi hinterseer???"...."jaaaa, genau der!!"
bis heute ist mir unklar, was mich im musikempfinden mancher leute mit einem hansi hinterseer gleichsetzt, außer daß wir beide den mund zum singen aufmachen.
da fällt mir ein statement des verblichenen elvis-managers tom parker ein, der sagte: "solange sie deinen namen kennen, laß sie reden, du bist im gespräch und das bringt kohle". ich teile diese meinung zwar keineswegs, aber wenn mich drei von fünfen für einen schlagersänger halten, muß ich wohl am musikverständnis der breiten masse zweifeln.

ok., das als beitrag zu den geschichten. man müßte einen band mit dem titel: der blues mit dem blues in die buchläden stellen.

bis später euer AL COOK

Re: g'schichterl

08.03.06 15:10 - geschrieben von: Herby

Also den Schmäh haben doch wohl wir Gitarristen erfunden ... wenn wer sagt "dreh dich leiser", dann dreh ich den Lautstärkeregler um die Hälfte zurück ... natürlich den, vom 1er Kanal weil meine Gitarre im 2er steckt yawning smiley)

Da ist zwar keiner happy aber sie sehen ein, dass es zwecklos ist yawning smileyD

Re: g'schichterl

08.03.06 13:10 - geschrieben von: "busy" Tom Deimbacher

Was ich an jedem Mischpult liebe; den "Placebo-Fader";...wenn wer, z.B. sagt, "Die Stimme gehört lauter" schiebt man diesen (nicht aktiven) einfach a bissi nach oben und plötzlich sind alle happy...grins...

Re: g'schichterl

08.03.06 12:51 - geschrieben von: Herby

Mein Favorit ist der "Blame Shifter" ... wennst einen Fehler machst, klingts immer so als ob der Bassist schuld war

Re: g'schichterl

08.03.06 04:27 - geschrieben von: "busy" Tom Deimbacher

Ichwarte ja immer och auf das "Anti-Hall"-FXgerät...;-)

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